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Zusammenfassend besagt dieses, dass man die Kraft des Gegners nutzt, um diesen zu überwältigen. Diese Kunst des waffenlosen Zweikampfes wurde 1905 von Erich Rahn in Deutschland eingeführt. Er gründete 1906 in Berlin die erste Jiu-Jitsu Schule Deutschlands, die noch heute existiert! Im Jiu-Jitsu Training werden Griffe und Techniken zur Selbstverteidigung wie Würfe, Hebel- und Transportgriffe geübt. Außerdem werden Schlagtechniken gegen vitale Punkte (Schwachstellen) des menschlichen Körpers gelehrt ("Atemi-Techniken"). Das moderne Jiu-Jitsu ist eine gute Möglichkeit der Selbstverteidigung und vermittelt neben Geduld und Einfühlungsvermögen beim Umgang mit dem Partner auch das erforderliche Selbsbewusstsein für den Ernstfall. Aus dem klassischen japanischen Jiu-Jitsu entwickelte sich Judo, Karate und Aikido.
Jiu-Jitsu wird in Deutschland von verschiedenen Verbänden vertreten.
Am bekanntesten sind der „Deutsche Jiu-Jitsu Ring (DJJR) noch gegründet von Erich Rahn, der Deutsche Jiu-Jitsu Bund e.V. (DJJB) sowie die Deutsche Jiu-Jitsu Union e.V. (DJJU ).
Diese drei großen Verbände können auf eine langjährige Tradition zurückblicken – der DJJR sogar nunmehr schon auf über 100 Jahre.
Die meisten Jiu-Jitsu Vereinigungen haben im Bundesgebiet oftmals nur einen regionalen Bezug. Allein die DJJU gibt es in Deutschland annähernd flächendeckend mit derzeit 14 Landesverbänden. Im November 2004 wurde Jiu-Jitsu auch als zusätzliche Sparte im Deutschen Ju-Jutsu Verband e.V. (DJJV) aufgenommen. Dieser Verband ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
Drei Landesverbände der DJJU, also der Union, sind in den Jahren 2004 und 2005 verschiedenen Ju-Jutsu-Landesverbänden des DJJV als ordentliche Mitglieder beigetreten. Hierbei handelt es sich um die Jiu-Jitsu Union Nordrhein-Westfalen e.V., die Jiu-Jitsu Union Sachsen-Anhalt e.V. und um die Jiu-Jitsu Union Schleswig-Holstein e.V..
Alle drei Vereinigungen haben ihren Verbandsnamen Union (DJJU) beibehalten, obwohl sie ordentliche Mitglieder des DJJV geworden sind und nicht mehr der Union (DJJU) angehören. Dies mag bei Sportlern und Vereinen zu Missverständnissen führen, weil sich in allen drei erwähnten Bundesländern zwischenzeitlich wieder neue Landesverbände mit der tatsächlichen Zugehörigkeit zur Union (DJJU) gegründet haben.
Warum haben nun SportlerInnen neue Jiu-Jitsu Vertretungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein mit dem Bekenntnis zur DJJU gegründet?
Es gibt sicher viele Gründe. Manche können sich mit Leistungssport und Wettkampf nicht so recht anfreunden. Sie mögen das Jiu-Jitsu als traditionellen Kampfkunst im Sinne des „Siegen durch Nachgeben“. Häufig wird auch ein kostspieliger, großer Verwaltungsapparat im DJJV mit Präsidium, Vorstand und gar Direktorenposten als unnötig und übertrieben erachtet; geht es doch eigentlich nur um die Freizeit und die Lust an der Bewegungsform Jiu-Jitsu. Sicher, auch die DJJU hat ein Präsidium - denn ohne ein Minimum an Verwaltung geht es im „Vereinsland“ Deutschland leider nicht. Ein Vergleich der Mitgliedsbeiträge und Gebühren beider Verbände lohnt sich auf jeden Fall.
Übungsleiteraus- und Fortbildung, Lehrgänge (national und international) und Lizenzenvergabe sind kein Monopol eines Mitgliedes des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Übungsleiter, die der Union (DJJU) angehören, können sehr wohl eine Breitensportlizenz „C“ oder eine Trainer-C Lizenz Profil „Jiu-Jitsu“ erwerben. Mithin erfüllen die Lizenzinhaber alle vereinsrechtlichen Voraussetzungen. Für die Weiterbildung der Übungsleiter, Trainer und Sportassistenten gibt es ausreichende Angebote. Vollzugsbeamte aus dem In- und Ausland bei Polizei, Justiz, Zoll sowie unsere Soldaten nutzen gerne diese Möglichkeiten. Unterstützung findet die Union im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei verschiedenen Landessportbünden in den Bundesländern.
Die Prüferlizenz für Jiu-Jitsu ist beim DJJV erst vor sehr kurzer Zeit eingeführt worden. Da man dort keinen Jiu-Jitsu-Sportbetrieb kannte, stammten die Ur-Lizenzen und die damit verbundene fachliche Ausbildung noch aus der Zeit, als man Mitglied in der Union war. Selbst die Prüfungsordnung hat der DJJV wörtlich von der DJJU übernommen - was de facto nichts anderes darstellt als eine Anerkennung der Sach- und Fachkompetenz der DJJU.
Wie ist das mit dem kampfsportinteressierten Menschen? Sucht er anfangs eine Organisationsstruktur, Referate und Funktionäre, oder eher einen Verein in seiner Nähe, bei dem sich die Auswahl der Kampfsportart nach dem dortigen Angebot und mithin nach dem Zufallsprinzip ergibt? Was passiert, wenn er im Verein „angekommen ist“? Er wird Mitglied, wenn er es nicht schon zuvor im Bereich des Breitensportangebots war. Er kauft sich einen Budo-Gi, bekommt einen Budo-Pass mit Sichtmarke, macht Prüfungen, für die er eine Urkunde erhält, und die im Pass eingetragen wird. Wünscht er sich eine Gemeinschaft, in der er sich wohlfühlt, mit möglichst viel Spaß und Freude am Kampfsport? Möchte er seinen Weg, sein „Do“ finden?
Wenn man dies alles bejaht, dann war seine Vereinswahl richtig und es ist für ihn gut so. Wenn er sich national und international im Wettkampf messen möchte oder gar Olympionike werden, dann kann er sich immer noch entscheiden. Bis dahin sind alle Jiu-Jitsu Vereinigungen eine gute Wahl. Die Wahl fiel auf die Union? SICHER. SYMPATHISCH. H.Hilker, Bremen, März 2009
Weitere Ausführungen über Jiu-Jitsu findet ihr unter: Wikipedia.org
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| Letzte Aktualisierung ( Thursday, 2. April 2009 ) |